Umlegung der NDO-Mineralölfernleitung

1000 m Rohrstrang in einem Stück eingezogen

Im Zuge der von der Freien und Hansestadt Hamburg geplanten Autobahnerweiterung A 26 und A 7 muss ein Teil der bestehenden 34“ Mineralölfernleitung umgelegt werden. Die Fernleitung der Norddeutschen Oelleitungsgesellschaft m. b. H. (NDO) verläuft von Wilhelmshaven zur HOLBORN Europa Raffinerie in Hamburg-Moorburg (Hauptnennweiten von 22“ und 34“).

1000 m des neuen Abschnitts werden im Horizontalspülverfahren (HDD) und 450 m im offenen Rohrgraben verlegt. Für den kontinuierlichen Einzug der Rohrleitung in das Bohrloch der HDD ist es notwendig, die 1000 m Rohrleitung im Vorfeld zu verschweißen, zerstörungsfrei zu prüfen, einer Festigkeitsdruckprüfung zu unterziehen und im Bereich der Schweißnähte mittels PE und GFK als zusätzlichen mechanischen Schutz zu umhüllen. Diese Arbeiten wurden 500 m entfernt von dem Einzugsloch auf einem Deichverteidigungsweg durchgeführt und mit Rollenbahn und Windenunimog verzogen. Trotz schwieriger Bodenverhältnisse konnte das Rohr zur Zufriedenheit aller Beteiligten eingezogen werden.

Ab eingezogenem Rohrstrang schließt sich die Verlegung im offenen Rohrgraben bis zu den jeweiligen Einbindegruben an, die erforderlichen Passtücke (Etagen) wurden im Vorfeld gefertigt und geprüft. Aufgrund eines vorgespannten Grundwasserspiegels wurden die Einbindegruben aufwendig mit Spundung und wasserdichter HDI-Sohle erstellt.

Nach erfolgreicher Gesamtdruckprüfung haben wir ein Zeitfenster von fünf Tagen, in dem die Bestandsleitung entleert, getrennt und der neu verlegte Abschnitt mit den Passstücken eingebunden werden muss. Nach finaler Prüfung der Garantienähte und Freigabe durch den Sachverständigen wird die Leitung wieder in Betrieb genommen.

Nach der Wiederinbetriebnahme der Gesamtleitung mit dem dann eingebundenen neuen Abschnitt erfolgt die Demontage und das Verdämmen der im Erdreich verbleibenden Teile der Altleitung.

Das Vorhaben wurde im Mai 2020 begonnen, die Fertigstellung erfolgt voraussichtlich im April 2021. Das Projekt haben wir in Arbeitsgemeinschaft ausgeführt.